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E-Mobil: 310 km/h schneller Elektro-Sportwagen Ferrari Luce kommt

Ferrari Luce Ferrari Luce

"Elektrischer Wendepunkt aus Maranello"

 
Erstmals in der Unternehmensgeschichte bringt die Marke aus Maranello mit dem Luce ein vollelektrisches Serienfahrzeug auf den Markt – und wagt dabei weit mehr als nur einen Technologiewechsel. Der Luce markiert einen radikalen Bruch mit traditionellen Ferrari-Konzepten und definiert zugleich die zukünftige Ausrichtung der Marke zwischen Hochleistungs-Elektromobilität, digitalem Luxus und emotionalem Fahrerlebnis neu.
 
Der Name "Luce“, italienisch für "Licht“, steht symbolisch für diesen Wandel. Ferrari versteht das Modell nicht als bloßen Elektro-Sportwagen, sondern als technologisches Manifest für die nächste Generation exklusiver Hochleistungsfahrzeuge. Entwickelt wurde der Luce gemeinsam mit dem Designkollektiv LoveFrom rund um den ehemaligen Apple-Chefdesigner Jony Ive und Marc Newson. Das Ergebnis ist eines der ungewöhnlichsten Fahrzeuge, das jemals das Ferrari-Emblem getragen hat.
 
Radikales Design statt klassischer Ferrari-DNA
 
Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass Ferrari beim Luce bewusst mit Konventionen bricht. Lange Motorhauben, aggressive Mittelmotor-Proportionen oder klassische V12-Silhouetten sucht man vergeblich. Stattdessen präsentiert sich der Luce als futuristischer Gran Turismo mit vier Türen, fünf Sitzplätzen und einer aerodynamisch extrem glattflächigen Karosserie.
 
Die Linienführung wirkt fast architektonisch reduziert. Große Glasflächen, fließende Übergänge und eine ungewöhnlich hohe Dachlinie verleihen dem Fahrzeug einen fast skulpturalen Charakter. Branchenbeobachter beschreiben die Form als Mischung aus Shooting Brake, GT und luxuriöser Sportlimousine. Ferrari verfolgt dabei vor allem ein Ziel: maximale Effizienz ohne Verlust der Markenidentität. Der Luce soll den niedrigsten Luftwiderstandsbeiwert besitzen, den ein Ferrari bislang erreicht hat.
 
Besonders auffällig sind die gegenläufig öffnenden Türen und die weit nach hinten gezogene Kabine. Das Fahrzeug nutzt die Vorteile der Elektroplattform konsequent aus und schafft damit ein Raumangebot, das bisher in dieser Form bei Ferrari unbekannt war.
 
Vier Elektromotoren und über 1.000 PS
 
Technisch setzt Ferrari auf eine vollständig eigenentwickelte Elektroarchitektur. Herzstück des Antriebs sind vier Elektromotoren – jeweils einer pro Rad. Zusammen erzeugen sie mehr als 1.000 PS Leistung und ermöglichen eine hochpräzise Drehmomentverteilung in Echtzeit. Ferrari spricht von einer neuen Dimension der Fahrdynamik, bei der elektrische Präzision mit klassischer Ferrari-Charakteristik kombiniert werden soll.
 
Die wichtigsten technischen Daten des Ferrari Luce:
- Leistung: über 1.000 PS
- Batterie: 122-kWh-Hochvoltbatterie
- Antrieb: elektrischer Allradantrieb mit vier Motoren
- 0–100 km/h: ca. 2,5 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit: über 310 km/h
- Reichweite: über 530 Kilometer
- Ladeleistung: bis zu 350 kW Schnellladen
 
Ferrari entwickelt sämtliche Kernkomponenten selbst in Maranello – darunter Elektromotoren, Leistungselektronik und Batterieeinheiten. Das Unternehmen will dadurch maximale Kontrolle über Fahrverhalten, Effizienz und thermisches Management behalten. Technologien aus dem Formel-1-Programm sollen dabei direkt in die Serienentwicklung eingeflossen sein.
 
Der Klang eines elektrischen Ferrari
 
Eine der größten Herausforderungen bestand für Ferrari darin, trotz Elektroantrieb die emotionale Identität der Marke zu bewahren. Schließlich gehört der Klang eines hochdrehenden Zwölfzylinders traditionell zum Kern des Ferrari-Erlebnisses.
 
Beim Luce setzt Ferrari deshalb auf ein eigens entwickeltes akustisches System. Mechanische Geräusche der Antriebseinheiten werden elektronisch verarbeitet und abhängig vom Fahrmodus moduliert. Zusätzlich erzeugt das Fahrzeug gezielte Vibrationen, um trotz fehlendem Verbrennungsmotor ein physisches Fahrerlebnis zu vermitteln. Ferrari spricht dabei ausdrücklich nicht von künstlichem Motorsound, sondern von einer "emotionalen Klangarchitektur“.
 
Innenraum zwischen Luxus und Technologie
 
Auch im Interieur geht Ferrari neue Wege. Statt dominanter Großbildschirme setzt der Luce bewusst auf eine Kombination aus digitalen Anzeigen und physischen Bedienelementen. Gefräste Aluminium-Schalter, Glasdetails und klassische Drehregler sollen den Fahrer stärker einbinden und die Bedienung intuitiver machen.
 
Der zentrale Bildschirm ist beweglich gelagert und kann sowohl zum Fahrer als auch zum Beifahrer ausgerichtet werden. Ergänzt wird das Konzept durch OLED-Displays, digitale Instrumente und ein minimalistisches Interface, das stark von moderner Consumer-Elektronik inspiriert wurde.
 
Gleichzeitig bleibt der Innenraum luxuriös und hochwertig. Leder, Aluminium und präzise gefertigte Oberflächen sollen traditionelle Ferrari-Handwerkskunst mit modernem Technologiedesign verbinden. Besonders bemerkenswert: Der Luce bietet erstmals in einem Ferrari Platz für fünf Personen sowie einen ungewöhnlich großen Gepäckraum.
 
Kontroverse Reaktionen in der Szene
 
Die Reaktionen auf den Luce fallen erwartungsgemäß polarisiert aus. Während viele Beobachter den technologischen Mut und die konsequente Neuausrichtung loben, sehen traditionelle Ferrari-Enthusiasten den Verlust klassischer Markenwerte kritisch. Vor allem das unkonventionelle Design sorgt in sozialen Netzwerken und Automobilforen für intensive Diskussionen.
 
Gerade diese Polarisierung dürfte jedoch Teil der Strategie sein. Ferrari positioniert den Luce nicht als Ersatz für klassische Verbrenner-Modelle, sondern als eigenständige Zukunftsinterpretation der Marke. Parallel sollen weiterhin Hybrid- und Verbrennermodelle angeboten werden.
 
Marktstart und Preis
 
Der Ferrari Luce soll Ende 2026 zunächst in Europa auf den Markt kommen. Die ersten Auslieferungen sind für Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 vorgesehen. Der Einstiegspreis liegt bei rund 550.000 Euro und positioniert den Luce klar im exklusiven Luxussegment.
 
Weitere Informationen zum Ferrari Fahrzeugprogramm unter www.ferrari.com 
 
red/ferrari/05/2026
 
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