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Fahrbericht: SsangYong Rexton 2,2 Diesel EXDI 220 4WD mit 181PS

"Große Klasse"

 
Die zweite Generation des SsangYong Rexton trit mit modernem Design und stattlichen Abmessungen sehr selbstbewusst auf. Das kommt nicht von ungefähr, denn das Design stammt von Italdesign Giugiaro, die zu Audi gehören. Darüber hinaus zeigt sich der Rexton sehr luxuriös und komfortabel, und wird von SsangYong mit Heck- und Allradantrieb angeboten. 
 
Ob das Topmodell aus dem SsanYong Programm wirklich überzeugen kann, haben wir mit dem Rexton 2.2 Diesel EXDI 220 4WD getestet.
 
Vor zwei Jahren gab es von SsangYong in Europa einen Neustart, mit dem die Fahrzeugpalette komplett modernisiert wurde. Bereits das Vorgängermodell des Rexton konnte gute Verkaufszahlen erzielen, entsprechend hoch sind die Erwartungen für die neuen Generation. Das neue, ansprechende Design dürfte dem zuträglich sein, und den Geschmack vieler SUV Fahrer treffen. Neben dem modernen Außendesign soll der SsangYong Rexton auch mit Technik am Puls der Zeit und viel Luxus aufwarten.
 
Für den Test sind wir den Rexton in der luxuriösen Saphire Ausstattung gefahren. Im Preis von 45.590 Euro Euro sind neben dem Allradantrieb und dem 7-Stufen Automatikgetriebe schon viele Luxus-Features enthalten, die anderswo nur gegen Aufpreis zu bekommen sind.
 
Dazu gehören unter anderem ein Infotainmentsystem mit 9,2“-Touchscreen inkl. Navi,  Rückfahrkamera und Panorama-Rundumsicht, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Sitze vorne mit Sitzheizung (auch hinten) und Belüftung, eine Lenkradheizung, Keyless-Go-System, HID (Xenon)-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht und LED-Heckleuchten,  Verkehrszeichenerkennung,  Spurwechsel- und Fernlichtassistent, 18 Zoll Leichtmetallfelgen und vieles mehr. 
 
Komplettiert wird unser Testwagen mit dem optionalen Eleganze Paket für 4.500 Euro, das eine elektrische Heckklappe, Toterwinkelassistent (BSD), 360°-3D-Kamerasystem,  einen schwarzen Dachhimmel, eine feine Nappa-Leder-Ausstattung mit abgesteppter "Quilting-Optik", Memory-Funktion für Fahrersitz und Außenspiegeleinstellung und eine elektrische Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz umfasst. Dazu gesellen sich noch 20 Zoll Aluräder für 1.000 Euro und eine Metallic-Lackierung in Space Black für 600 Euro. Damit summiert sich der Gesamtpreis auf 52.050 Euro, was für einen SUV dieses Kalibers fast schon ein Schnäppchen ist - verglichen mit den Preisen deutscher Mitbewerber.
 
Da lässt es sich auch darüber hinwegsehen, dass dem Rexton ein Start&Stop-System, Schaltwippen am Lenkrad oder ein adaptiver Tempomat fehlen. 
 
Der Innenraum zeigt sich hochwertig, wenn auch nicht ganz so perfekt in der Verarbeitung wie bei Premium-Modellen aus Deutschland. Dennoch vermittelt der Mix aus schönen Dekoreinlagen, Chromzierelementen und in Rautensteppung bezogenen Ledereinsätzen im Armaturenbrett ein luxuriöses Feeling.
 
Passend dazu sind auch die Schalter für Fensterheber, Sitz-Memory, Klimatisierung und Allrad-Modus schön und ebenfalls hochwertig gestaltet. Überzeugen kann auch das griffige Multifunkions-Lederlenkrad, das zudem beheizbar ist.
 
Abgerundet wird der positive Eindruck von dem großen Touchscreen, der mit einer übersichtlichen Darstellung und einfachen Bedienung aufwarten kann. Das gilt auch für den Tacho mit großem Infodisplay. Dazu kommen reichlich Ablagemöglichkeiten mit zusätzlichem Staufach unter der Mittelarmlehne.
 
Beeindrucken kann der Rexton nicht nur mit seiner stattlichen Erscheinung, sondern auch mit seinem üppigen Raumangebot. Fahrer und Beifahrer reisen auf bequemen und klimatisierten Ledersitzen und können sich über die großzügigen Platzverhältnisse freuen. Auch die Passagiere im Fond profitieren von diesen Komfort. Optional ist für den Texton noch eine dritte Sitzreihe erhältlich, was das SUV zum Siebensitzer macht.
 
Auch für das Gepäck steht ausreichend Stauraum zur Verfügung. Das Kofferraumvolumen beträgt bei fünf Personen stattliche 784 Liter und lässt sich durch das umklappen der Rücksitzlehne sogar auf 1.977 Liter erweitern. Dabei muss nicht einmal auf das Gewicht bei der Zuladung geachtet werden, denn hier sind bis zu 755 kg möglich. Zur Saphire Ausstattung gehört auch eine elektrische Heckklappe, die sich im Test als sehr praktisch und komfortabel erweist, und der Rexton damit anderen Premium-Fahrzeugen in nichts nachsteht.
 
Der Rexton kann gebremst eine Anhängelast von beachtlichen 3 Tonnen ziehen, was ihn auch für Pferde-, Boot- oder Wohnwagenbesitzer interessant machen dürfte. Das setzt allerdings ein ausreichende Leistung voraus.
 
Bei unserem Testwagen ist dafür ein 2,2 Liter 4-Zylinder Turbodiesel mit 181 PS (133 kW) und einem maximalen Drehmoment von 420 Nm zwischen 1.600 und 2.600 U/min verantwortlich. Kombiniert ist das Triebwerk mit der anfangs erwähnten 7-Gang-Automatik aus dem Mercedes-Benz. 
 
Der Turbodiesel zieht bereits aus niedriger Drehzahl kräftig an, hängt gut am Gas und vermittelt das Gefühl von deutlich mehr Leistung, als angegeben. Obwohl der Rexton ansonsten gut gedämmt ist, sind die typischen Dieselgeräusche des Motors nicht zu überhören.
 
Trotz seines Gewichts und der Abmessungen erweist sich der Rexton als erstaunlich agil.  11,7 Sekunden vergehen für den Ampelstart bis Tempo 100 km/h, was sich in der Praxis schneller anfühlt. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h erreicht der Testwagen ohne Anstrengung. 
 
Die Automatik ist mit ihren sieben Gängen gut sortiert, schaltet etwas behäbig, dafür aber feinfühlig und exakt auf die Leistung des Motors abgestimmt. Sie lässt sich auch manuell, über einen kleinen "Knopf", links am Automatikhebel, schalten, was etwas fummelig ist, und aufgrund der guten Abstimmung nicht nötig ist.
 
Wenn es etwas gibt, was beim Rexton verbesserungswürdig ist, dann ist es die Fahrwerksabstimmung. Im Stadtverkehr und auf längeren Reisen zeigt sich die Federung als sehr komfortabel, neigt aber bei Bodenunebenheiten zum Aufschwingen, was für die Passagiere unangenehm werden kann. Trotz der soften Abstimmung schluckt das Fahrwerk auch gröbere Straßenunebenheiten nicht optimal weg. Die Straßenlage bleibt davon zum Glück unbeeinflusst, weshalb der Rexton bei flotter Kurvenfahrt unbeirrt in der Spur läuft. 
 
Ein Pluspunkt des Rexton ist sein zuschaltbarer Allradantrieb mit Untersetzung, der nicht nur für sichere Fahreigenschaften bei jeder Witterungslage sorgt, sondern den SUV notfalls auch abseits befestigter Straßen durchs Gelände bringt. Der Rexton ist zwar kein waschechter Offroader, aber mit seiner großen Bodenfreiheit schafft er es weiter als manch anderer Crossover oder SUV mit Vierradantrieb.
 
So viel Masse und Gewicht haben ihren Preis, wenn es um den Verbrauch geht. Wer den Rexton, wie wir, nicht nur im Eco-Modus im Schleichgang bewegt, kommt in der Praxis um einen durchschnittlichen Verbrauch von 9,0 Liter Diesel nicht herum. Im Vergleich dazu sind andere SUV mit großem 6-Zylinder-Diesel allerdings auch nicht sparsamer. Zum Glück fasst der Tank 70 Liter, so dass auch längere Reisen ohne frühzeitigen Tankstop möglich sind.
 
Die stattliche Karosserie des Rexton, mit den großen Fensterflächen, hat aber auch ihre Vorteile, wenn es nämlich um eine gute Rundumsicht geht. Trotz seiner Abmessungen und einer Länge von 485 cm, lässt sich der Rexton so recht leicht in Parklücken manövrieren. Wem das nicht reicht, der kann sich beim Einparken auch auf die 360-Grad-Rundumsicht verlassen. Beim Rangieren gefällt die sehr leichtgängig, geschwindigkeitsabhängige Lenkung, die aber bei höherem Tempo eine Spur direkter sein dürfte.
 
Neben dem Raumangebot ist es die umfassende Komfortausstattung, inklusive moderner Infotainment- und Sicherheitssystemen, wie zum Beispiel Verkehrszeichenerkennung, Notbremsassistent, Spurverlasswarner oder Fernlichtassistent, mit denen der Rexton zu überzeugen weiß. 
 
Fazit: "Wenn auch nicht in allen Details perfekt, so kann sich der Rexton dennoch mit anderen Premium-SUV messen. Sein Stärken liegen im Platzangebot und der umfassenden, schon luxuriösen Ausstattung, die ihm ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis beschert. Darüber hinaus ist der Rexton im Straßenbild eine stattliche Erscheinung, mit modernen Design und ansprechender Optik."

 
Ausstattung Saphire mit u.a.
• 7 Stufen Automatikgetriebe (nur 4WD)
• Sitzbezüge in Kunstleder
• Elektrische Sitzverstellung vorne
• Sitzheizung vorne und hinten
• Sitzbelüftung vorne
• Lenkradheizung
• 2-Zonen-Klimaautomatik
• Navigationssystem mit 9,2 Zoll-Display
• Keyless-Go-System mit Start-/Stopp-Knopf
• Mood-Light Ambientebeleuchtung 
• 7 Zoll-Center-Cluster-Display
• HID-Hauptscheinwerfer (High Intensity Discharge) 
• LED-Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht
• Verkehrszeichenerkennung
• Notbremsassistent 
• Spurverlasswarner 
• Fernlichtassistent 
• Bremsassistent 
• Berganfahrassistent 
• Bergabfahrhilfe
• Dunkel getönte Scheiben ab der B-Säule (Privacy Glass)
• 18 Zoll Leichtmetallfelgen

Extras Testwagen:
• "Eleganze Paket" 4.500 Euro
   Elektrische Heckklappe
   Toterwinkelassistent (BSD)
   360°-3D-Kamerasystem
   Nappa-Leder-Ausstattung abgesteppt in "Quilting-Optik“
   Schwarzer Dachhimmel
   Memory-Funktion für Fahrersitz und Außenspiegeleinstellung
   Elektrische Lendenwirbelstütze für Fahrersitz 4-fach verstellbar
• 20 Zoll Aluräder 1.000 Euro
• Metallic-Lackierung Space Black 600 Euro
 
Optionale Extras
• 7-Sitzer 800 Euro
• Elektrisches Schiebedach (nur für Saphire mit Elegance-Paket) 1000 Euro
 
Technische Daten SsangYong Rexton 2.2 Diesel EXDI 220 4WD AT7
Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel 
Hubraum: 2.157 cm³
Max. Leistung: 133 kW / 181 PS bei 4.000 U/min
Max. Drehmoment: 420 Nm bei 1.600 – 2.600 U/min
Antrieb: Allradantrieb zuschaltbar
Getriebe: 7 Gang Automatik
Beschleunigung 0 - 100 km/h: 11,7 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h
Kombinierter Verbrauch / Tankvolumen: 9,0 - 10,0 Liter Diesel (Test) / 70 Liter 
Abgasnorm / CO2-Emission:  Euro 6d-Temp / 213 g/km 
Länge / Breite / Höhe: 4.850 / 1.960 / 1.825 mm
Leergewicht / Zuladung: 2.170 kg / 755 kg  
Kofferraumvolumen: 784 - 1.977 Liter
Anhängelast: 3.000 kg (gebremst)
Wendekreis: 11,0 m
 
5 Jahre Garantie
 
Preis 45.590 Euro
Preis Einstieg ab 32.890 Euro
Preis Testwagen 52.050 Euro
 
Weitere Informationen zum SsangYong Fahrzeugprogramm unter www.ssangyong.de
 
 
red/ssangyong/07/2019
 

© motormobil 2021 · E-Mail für Anfragen redaktion@motormobil.de

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