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Fahrbericht: Peugeot Rifter 1.5 BlueHDi 130 GT-Line mit 8-Stufen-Automatik

"Ganz neue Seiten"

 
Mit dem Rifter hat Peugeot ein komplett neues Hochdachkombi-Modell auf die Räder gestellt, das mit seinem Vorgänger nicht einmal mehr den Namen gemeinsam. Aus dem Partner Tepee ist der Rifter geworden, der technisch nahezu identisch mit dem Citroen Berlingo und Opel Combo ist, den anderen beiden Modellen aus dem PSA Konzern. Deutlich dynamischer und mit der aktuellen Peugeot-Frontpartie der Marke ausgestattet, zeigt sich der Rifter in völlig neuem Design.
 
Was alles hinter der neuen Optik steckt, haben wir getestet. Dazu sind wir den Rifter GT-Line BlueHDi 130 EAT8 mit der stärksten Diesel-Motorisierung gefahren. 
 
Die GT-Line ist die sportlichste Version des Rifter, und baut auf der hochwertigen Allure Ausstattung auf. So sind bei unserem Testwagen unter anderem eine Verkehrsschilderkennung, ein Kollisionswarnsystem mit Active Safety Brake, einen aktiven Spurassistent, Parksensoren vorne und hinten, Keyless-System, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Digitaler Radioempfang DAB+, das Sicht-Paket, Lederlenkrad, 3 Einzelsitze in Reihe 2 mit Isofix, und ein Audiosystem mit 8“-Touchscreen an Bord. Spezielle Merkmale der GT-Line Ausführung sind eine Heckklappe mit separat zu öffnender Heckscheibe, stärker getönte Scheiben in Reihe 2 und 3 sowie Heckscheibe, eine schwarze Dachreling, Außenspiegelkappen in Onyx Schwarz, ein Kühlergrill mit schwarz lackierter Umrandung, GT-Line-Logos an den Kotflügeln und auf der Kofferraumklappe sowie 17 Zoll Leichtmetallfelgen "Aoraki".
 
Damit kommt Rifter GT-Line BlueHDi 130 EAT8 zusammen mit der 8-Stufen-Automatik auf einen Preis von 29.340 Euro, was für einen Hochdachkombi mit diesem Ausstattungsumfang ein gute Preis-Leistung-Verhältnis darstellt.
 
Doch damit nicht genug. Unser Testwagen ist zusätzlich mit so praktischen wie komfortablen Extras wie zum Beispiel mit 3D-Navigationssystemm, Sitzheizung vorne, einem Toterwinkelassistenten, induktiver Ladestation, automatischem Geschwindigkeitsregler ACC mit Stopp-Funktion, Rückfahrkamera mit 180 Grad Umgebungsansicht, Sonnenrollos in der zweiten Reihe, Staufächer im Boden, einem Gepäckraumnetz und einer Metallic-Lackierung in "Nacht-Blau" ausgestattet. Der nahezu voll ausgestattete Rifter erreicht dadurch einen Preis von 34.210 Euro.
 
Ihren Ursprung haben Hochdachkombis zumeist im Nutzfahrzeugprogramm der Automobilhersteller, als Handwerkerfahrzeuge. Davon ist beim Rifter allerdings nicht viel von zu erkennen. Er besitzt zwar die hochbauende Karosserie, ist aber in allen anderen Eigenschaften ein PKW. Mit einer Ausnahme: dem üppigen Raumangebot und den vielen Ablagemöglichkeiten. Dazu gehören ein großes Fach zwischen Fahrer und Beifahrer, in dem gleich mehrere Wasserflaschen Platz finden, sowie ein weiteres großes Staufach über den Sonnenblenden.
 
Die erhöhte Sitzposition beschert den Passagieren ein SUV-Feeling, mit einer guten Rundumsicht durch die großen Fensterflächen. Das höher positionierte Instrumentendisplay besitzt übersichtliche Anzeigen und liegt gut im Blick des Fahrers. Das kleine, oben und unten abgeflachte Lederlenkrads ist angenehm griffig und trägt zur Sporlichkeit des Rifter bei. Das Armaturenbrett ist aufgeräumt und übersichtlich, mit einem hoch in der Mittelkonsole platzierten Drehregler für die Automatik. Einfach zu bedienen ist das Infotainmentsystem, das mit einer klaren Darstellung von Navi-Karten und Menüs überzeugen kann. Das Interieur besitzt ein sportliches Flair, mit ansprechender Optik, guter Verarbeitung und einem großzügigem Raumgefühl. Was etwas stört, ist die Verwendung von zu viel Hartplastikteilen. 
 
Beim Platzangebot kommt echte Begeisterung auf, denn die hohe Bauweise bietet Kopffreiheit ohne Ende, und auch die Kniefreiheit in der zweiten Reihe ist enorm. Das gilt auch für das Kofferraumvolumen, das selbst bei Belegung aller Plätze 775 Liter, bzw. 1.355 Liter Stauraum bis zur Dachkante bietet. Das lässt sich noch durch das Umlegen der Rücksitzlehnen steigern, wodurch bis zu 3.000 Liter zur Verfügung stehen. Zwei praktische Details zum Beladen des Rifter sind die separat zu öffnende Heckscheibe der Heckklappe und die waagerecht umzuklappende Rückenlehne des Beifahrersitzes, die die Länge der Ladefläche zusätzlich erweitert.
 
Unter der geöffneten Heckklappe können Personen mit eine Körpergröße von 1,90 cm problemlos stehen, ohne sich den Kopf zu stoßen. Wahre Größe beim Einsteigen zeigen auch die beiden Schiebetüren. Ihre Bedienung erfordert allerdings etwas Kraft, womit kleinere Kinder überfordert sein können.
 
Beim Antrieb können wir uns auf die stärkste Motorisierung im Rifter Programm verlassen. Unser Testwagen verfügt über den 1,5 Liter HDi Turbodiesel der es auf 130 PS (96 kW) und ein maximales Drehmoment von 300 Nm bei 1.750 U/min  bringt. Gute Voraussetzungen, um auch voll beladen mit dem Rifter flott unterwegs sein zu können, und nicht bei jeder leichten Steigung ins Schwitzen zu kommen. 
 
Der Diesel erweist sich im Test als durchzugsstark und angenehm laufruhig. In 10,8 Sekunden lässt sich der Rifter mit der sanft arbeitenden 8-Stufen-Automatik von 0 auf 100 km/h beschleunigen, bis bei 184 km/h die Höchstgeschwindigkeit erreicht ist. Das sind gute Fahrwerte für einen Hochdachkombi, der sich beim Geräuschpegel ansonsten auf Pkw-Niveau bewegt.
 
Mit dem kleinen Lenkrad und der für ein Fahrzeug dieser Klasse überraschend direkten Lenkung fährt sich der Rifter trotz seiner hohen Bauweise so agil wie kein anderes Auto dieser Klasse. Das fällt besonders in schnell gefahrenen Kurven auf, wo er souverän und sicher in der vom Fahrer gewählten Spur bleibt. Auch die Karosserieneigung hält sich in Grenzen, so dass mit dem Rifter richtiger Fahrspaß aufkommen kann. Der Grenzbereich ist dabei so weit gesteckt, dass man es schon übertreiben muss, bis technische Helferlein wie ESP Einhalt gebieten müssen.

Trotz eher sportlicher Fahrweise sind wir im Schnitt mit 6,0 Litern pro 100 Kilometer ausgekommen. Ein Wert, an dem es bei einem Hochdachkombi nichts auszusetzen gibt. Die vom Werk angegebenen 4,4 Liter sind schon sehr optimistisch, zumal sich der Verbrauch auf der Autobahn bei höherem Tempo auch auf 8,0 Liter und mehr schrauben lässt. 
 
Obwohl der Rifter durch seine große Fensterflächen sehr übersichtlich ist, helfen zusätzlich die Rückfahrkamera mit 180 Grad Umgebungsansicht und das Park-Assist-System beim Rangieren und Einparken in enge Lücken. Die Sicherheitsausstattung mit dem  Kollisionswarnsystem, dem Spurhalteassistenten, dem Toten-Winkel-Assistent und die Verkehrszeichenerkennung arbeiten zuverlässig und erhöhen die Sicherheit. 
 
Zur Sicherheit und dem agilen Handling des Rifters trägt auch das Fahrwerk bei. Obwohl eher straff abgestimmt, bietet es auch über längere Strecken einen guten Fahrkomfort. 
 
Zu bemängeln gibt es von uns (wie immer bei Peugeot) den, links hinter dem Lenkrad verdeckt platzierten Regler für den Tempomat. Auch nicht ganz glücklich sind wir im Rifter mit der Lösung für den Schalter der Sitzheizung, links bzw. rechts unten am Sitz, außerhalb des Blickfelds.
 
Ansonsten konnte der Rifter in unserem Test nicht nur auf ganzer Linie überzeugen, sondern auch Emotionen wecken. Besonders für Familien oder Sporttreibende dürfte der Hochdachkombi aufgrund seines Raumangebots und der Ausstattungsmöglichkeiten interessant sein.
 
Fazit: "Der Rifter fereint SUV-Feeling mit dem Platzangebot eines Großraumvans und vermittelt dennoch viel Fahrspaß und ein hohes Maß an Luxus. Mit einem Nutzfahrzeug hat der neue Rifter - bis auf das üppige Raumangebot - nicht mehr viel gemeinsam".
 
 
Ausstattung Allure (Basis für GT-Line) u.a.
• Spurhalteassistent
• Verkehrsschilderkennung
• Bordcomputer
• LED-Tagfahrlicht
• Klimaautomatik 2-Zonen
• Einparkhilfe hinten,
• Klapptisch hinter den Sitzen der Reihe 1
• Schiebetür rechts und links
• Dachablage
• Nebelscheinwerfer
 
Ausstattung GT Line u.a  (1.750 Euro)
• Einparkhilfe vorn und hinten
• Außenspiegel elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbar
• 3 Einzelsitze in Reihe 2 mit Isofix, umklappbar 
• Keyless-System
• Innenspiegel elektrisch abblendend
• Digitaler Radioempfang DAB+
• Dachreling schwarz 
• Heckklappe mit separat zu öffnender Heckscheibe
• Heckscheibe stärker getönt
• Stärker getönte Scheiben in Reihe 2 und 3 
• Außenspiegelkappen in Onyx Schwarz
• Kühlergrill mit Umrandung schwarz lackiert
• GT-Line-Logo an den Kotflügeln und auf der Kofferraumklappe
• 17 Zoll Leichtmetallfelgen "Aoraki"
 
Extras Testwagen: (3.120 Euro)
• Easy Paket (Toterwinkelassistent) 250 Euro 
• Induktive Ladestation 150 Euro
• 3D-Navigationssystem NAC und DAB 800 Euro
• Drive-Assist-Paket (automat. Geschwindigkeitsregler ACC mit Stopp-Funktion 400 Euro
• Rückfahrkamera mit 180 Grad Umgebungsansicht 250 Euro
• Kinder-Paket (Kinderspiegel, Sonnenrollos und Ablage im Boden Reihe 2) 220 Euro
• Gepäckraumnetz 150 Euro
• Steckdosea 230V 100 Euro
• Sitzheizung vorne 300 Euro
• Metallic-Lackierung "Nacht-Blau" 500 Euro
 
Technische Daten Peugeot Rifter GT-Line BlueHDi 130 EAT8 (L1)
Motor: 4-Zylinder Turbo-Diesel
Hubraum: 1.499 cm³
Max. Leistung: 96 kW / 131 PS / 3.750 U/min
Max. Drehmoment: 300 Nm bei 1.750 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebe: 8-Stufen-Automatik
Beschleunigung 0 - 100 km/h: 10,8 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 184 km/h
Kombinierter Verbrauch / Tankvolumen: 6,0 Liter Diesel (Test) / 50 Liter 
Abgasnorm / CO2-Emission: Euro 6d-Temp / 114 g/km 
Länge / Breite / Höhe: 4.403 / 1.848 / 1.874 mm
Leergewicht / Zuladung: 1.615 / 531 kg 
Kofferraumvolumen: 571 - 2.693 Liter
Anhängelast:  1.300 kg (gebremst)
Wendekreis 10,8 m
 
Preis 29.340 Euro
Preis Baureihe ab 21.870 Euro
Preis Testwagen 34.210 Euro
 
Weitere Informationen zum Peugeot Fahrzeugprogramm unter www.peugeot.de
 
red/peugeot/08/2019
 
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