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News: Konsequente Neuausrichtung beendete die Ära des VW Phaeton

"Elektromobilität statt Luxuslimousine"

 
2002 brachte Volkwagen den Phaeton auf den Markt, und wagte sich damit erstmals in die automobile Luxusklasse. Der Nachfolger mit dem Projektnamen "Phaeton D2“ stand schon in den Startlöchern, als 2016 das Aus für die Luxuslimousine kam. Der Markenvorstand entschied, den Phaeton zugunsten einer konsequenten Neuausrichtung auf Elektromobilität einzustellen.
 
Da der Phaeton D2 nie in Serie ging, gibt es heute nur ein fahrbares Einzelstück. Den Zuschlag für das Design erhielt damals der Entwurf von Pavone und Bachorski, der mit seiner betont sportlich-flachen Linienführung und seinem hochwertigen Interieur-Design überzeugte. Anschließend wurde das seriennahe Konzeptfahrzeug, das auf dem Modularen Längsbaukasten (MLB) basierte, für die Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat aufgebaut. Aber da alle Kräfte gebündelt wurden, um die Marke Volkswagen auf die Elektromobilität auszurichten, fiel die Entscheidung am Ende gegen die Oberklasse-Limousine
 
Dass der Phaeton D2 schon damals seiner Zeit voraus war, sieht man heute an Features wie dem "Curved Display", das für den Phaeton Nachfolger vorgesehen war und 2018 im "Innovision Cockpit" des Touareg auf den Markt kam.
 
Welche Motorisierungen im Phaeton D2 Einzug gehalten hätten bleibt offen. Für die Phaeton Limousine von 2002 gab es zwei Benziner und einen TDI. Als Einsteigermotor diente der kompakte 3.2 V6, dessen Zylinderbänke im engen Winkel von 15 Grad zueinander standen. Er leistete 177 kW (241 PS). Auch der zweite Ottomotor, der W12, baute ungewöhnlich kurz, und war in Form eines "W“ aus zwei V-Sechszylindern zusammengesetzt. Aus 6 Liter Hubraum entwickelte er 309 kW (420 PS).
 
Der V10 TDI mit 5 Liter Hubraum, zwei Turboladern mit verstellbarer Turbinengeometrie, 230 kW (313 PS) Leistung und 750 Nm Drehmoment machte den Phaeton zur damals stärksten Diesellimousine der Welt. Wie beim W12 wurde die Antriebskraft über ein Automatikgetriebe und den Allradantrieb 4MOTION auf alle vier Räder übertragen; der 3.2 V6 hatte serienmäßig Frontantrieb.
 
Im Lauf der 15-jährigen Bauzeit entwickelte sich das Motorenprogramm immer weiter. 2003 zog ein 4,2-Liter-V8 in die Luxuslimousine ein, ein Jahr später folgte der 3.0 V6 TDI. Er entwickelte sich rasch zur meistverkauften Motorisierung, in seiner letzten Ausbaustufe kam er auf 180 kW (245 PS). Der Zehnzylinder-Diesel entfiel 2006, der W12 fünf Jahre später. Und der 3.2 V6 wich einem 3,6-Liter und einem 3,0-Liter.
 
Ob es in der Zukunft wieder eine Luxuslimousine wie den Phaeton von Volkswagen geben wird ist offen. Die Chancen dafür stehen aber nicht schlecht. Deutsche Automobilhersteller wie Volkswagen konzentrieren sich bei ihren Elektrofahrzeugen immer mehr auf die Mittel- und Oberklasse. Die Wahrscheinlichkeit eines vollelektrischen Phaeton Nachfolger scheint deshalb größer, als die eines Kleinwagens "ID.1" 
 
Weitere Informationen zum Volkswagen Fahrzeugprogramm unter www.volkswagen.de
 
red/volkswagen/07/2022
 

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