News: Letzte Kältetests für den Mercedes GLB in Klimawindkanälen
"Arktische Temperaturen und Schneestürme in der Kältekammer"
Mercedes-Benz absolviert mit dem neuen GLB intensive Kältetests in Sindelfingen, bevor dieser am 8. Dezember 2025 seine Weltpremiere feiern wird. Dazu stehen in Sindelfingen zwei moderne Klimawindkanäle zur Verfügung.
Der Temperaturbereich im sogenannten Kaltkanal reicht von -40° bis +40° Celsius. Das deckt die allermeisten Wetterbedingungen in der Realität ab und beinhaltet noch einen großzügigen Puffer. Neue Schneesäulen, also kompakte Schneekanonen, erlauben über ein weites Temperaturspektrum eine Beschneiung mit unterschiedlichsten Schneesorten. Zusammen mit dem leistungsstarken Gebläse des Windkanals lassen sich heftige Schneestürme simulieren, bei denen Schneeflocken mit bis zu 200 km/h auf das Testfahrzeug treffen.
Klimawindkanäle mit komplexer Technik
In jedem Kanal simuliert ein Rollenprüfstand die Straßenoberfläche. Kraftvolle Elektromotoren treiben jeweils vier Rollen an. So lassen sich auch 4MATIC Modelle unter realistischen Bedingungen testen. Die Prüfstände sind auf eine Gesamtleistung von bis zu 780 kW ausgelegt. Das ermöglicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 265 km/h. Fahrzeuge können in den Kanälen auch betankt und aufgeladen werden.
Simulation der Wüstensonne
Nicht nur Schnee und Eis sind für ein Auto und seine Besatzung herausfordernd, Hitze und Sonneneinstrahlung haben ebenso ihre Tücken. Die Klimaprüfstände in Sindelfingen ermöglichen auch Erprobungen unter solchen Bedingungen. Im sogenannten Warmkanal lassen sich Temperaturen von -10° bis +60° Celsius erzeugen. Zudem gibt es eine Sonnensimulationsanlage mit 32 Lampen, deren Strahlungsspektrum dem natürlichen Sonnenlicht entspricht. Auf einer Fläche von 8 mal 2,5 Metern kann die Strahlungsstärke zwischen 200 und 1.200 Watt pro Quadratmeter variiert werden. Die höchste Stufe ist vergleichbar mit sehr intensivem Sonnenschein, wie er nur im Death Valley in den USA oder an wenigen anderen entlegenen Wüstenorten zu finden ist.
Ein weiteres Entwicklungswerkzeug im Warmkanal ist die sogenannte "Hot Road“ – eine simulierte Straßenoberfläche. Die Temperatur lässt sich dort stufenlos zwischen +50° und +70° Celsius wählen, also genau in dem Bereich, den eine Straße an einem heißen Sommertag erreicht. Ziel sind auch hier möglichst realitätsnahe Bedingungen.
In den Klimawindkanälen können ganzjährig nahezu alle Wetterverhältnisse simuliert werden – und das mit sehr geringen Toleranzen. Anders als bei Tests auf offener Straße sind die Messungen jederzeit reproduzierbar. Die Kältekammer hilft Mercedes‑Benz, die Lücke zwischen Simulation und Praxistest weiter zu schließen und die Fahrzeugqualität durch noch umfassendere Tests stetig zu verbessern.
Praxisnahe Erprobung
Die Erprobungsmöglichkeiten der Klimawindkanäle sind umfangreich, um eine Vielzahl von Fahrzeugkomponenten und -funktionen zu prüfen. So zum Beispiel die Funktion der Scheibenwischer, um sicherzustellen, dass sie bei jedem Wetter einwandfrei arbeiten. Im Kaltkanal wird überprüft ob aufgewirbelter Schnee die Lufteinlässe blockieren könnte. In der Realität droht diese Gefahr zum Beispiel von vorbeifahrenden Lkw.
Bei frostigen Temperaturen muss das Heizsystem im Kaltkanal zeigen, wie schnell es die vereisten Scheiben abtaut. Eine Kamera hält den gesamten Enteisungsprozess fest. Auch diese Tests hat der neue GLB bravourös bestanden. Bei -15° Celsius Außentemperatur dauert es nur 15 Minuten bis die Frontscheibe so frei ist, dass ein Losfahren möglich wäre. Und das allein durch die Defrost-Einstellung des Heizsystems, ganz ohne das Einschalten der Scheibenwischer.
Mit Elektroantriebsoll der neue GLB Effizienz und Klimakomfort auf ein neues Niveau heben. Zum Beispiel bei einer 20-minütigen Fahrt bei ‑7° Celsius Außentemperatur heizt er den Innenraum doppelt so schnell wie sein Vorgänger auf. Damit unterbietet er sogar die Aufheizzeit eines konventionell angetriebenen Modells. Gemessen am Vorgänger benötigt der neue elektrische GLB dabei nur etwa die Hälfte an Energie. Letzteres wirkt sich positiv auf die elektrische Reichweite aus.
Der Heizvorgang startet automatisch, sobald jemand ins Auto steigt. Mercedes‑Benz' Strategie ist es, zuerst den Oberkörper und die Hände zu erwärmen. Das sorgt für schnellen thermischen Komfort, selbst ohne die Vorklimatisierung zu nutzen. Darüber hinaus lässt sich das System jetzt noch intuitiver und komfortabler bedienen und auf vielfache Weise den individuellen Bedürfnissen anpassen. Unabhängig davon, ob die Insassen gerade laden, im Fahrzeug sitzen oder sogar ein Nickerchen machen – das System regelt mit Hilfe seiner intelligenten, vorausschauenden Betriebsstrategie Heizung und Kühlung nahtlos.
Technischer Hintergrund für die spürbare Komfortsteigerung ist eine innovative Wärmepumpe, die aus dem Technologieprogramm VISION EQXX adaptiert wurde. Als sogenanntes Multi-Source-Modell kann sie drei Energiequellen parallel nutzen: die Abwärme des elektrischen Antriebs und der Batterie sowie die Umgebungsluft. Die Wärmepumpe trägt durch die Nutzung dieser "Gratis“-Wärme zur hohen Effizienz des GLB bei. Sie kommt mit rund einem Drittel der elektrischen Energie aus, die ein vergleichbarer Zuheizer für dieselbe Leistung benötigen würde.
Weitere Informationen zum Mercedes-Benz Fahrzeugprogramms unter www.mercedes-benz.de
red/mercedes-benz/11/2025
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