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News: Was die Anhängelast besagt und wie sie sich berechnen lässt

"Auf den D-Wert kommt es an"

 
Die Anhängelast ist die Last, die ein Fahrzeug mit einem Anhänger hinter sich herzieht. Als maximale Anhängelast wird die Obergrenze bezeichnet, bis zu der diese Last gehen darf. Bei der entsprechenden Last kann es sich um einen einfachen Anhänger handeln. Doch auch ein Tiertransporter wie ein Pferdeanhänger oder ein Wohnwagen kann hier gezogen werden. Gerade für Camper ist die Frage nach der maximalen Anhängelast eine sehr wichtige – schließlich sind die mögliche Größe eines Wohnwagens sowie der Spielraum in Sachen Beladung maßgeblich von der Frage der Anhängelast abhängig.
 
Für die tatsächliche Anhängelast ist dabei nicht nur das Leergewicht eines Anhängers oder eines Wohnwagens relevant – auch die Beladung des jeweils gezogenen Anhängers muss hier mit eingerechnet werden bei der Frage, ob man die zugelassene Anhängelast überschreitet.
 
Wo findet man die maximale Anhängelast?
 
Diese Frage lässt sich einmal ganz allgemein beantworten. Die allgemeine Auskunft dazu findet man in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Hier ist in § 42 der StVZO geregelt, dass die Anhängelast nicht größer sein darf als das zulässige Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges. Bei einem Pkw ist die Anhängelast darüber hinaus gedeckelt auf maximal 3,5t. Diese allgemeinen Informationen ergeben allerdings zwangsläufig, dass es für jedes Fahrzeug eine eigene maximale Anhängelast gibt. 
 
Diese steht im Fahrzeugschein bzw. in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Hier im Feld O.1 oder O.2 ist die maximale Anhängelast vermerkt. Im alten Fahrzeugschein war die Anhängelast unter den Nummern 28 oder 29 zu finden. Dazu passend findet man auch das Gesamtgewicht des Fahrzeuges in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Dieses ist unter dem Punkt F.1 zu finden und darf auf keinen Fall niedriger sein als die Anhängelast.
 
Kann man die Anhängelast auch berechnen?
 
Die tatsächliche Anhängelast eines Fahrzeuges ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein wichtiger Faktor dabei ist natürlich auch die Qualität und die Stärke der Anhängerkupplung. Aus diesem Grund ist jede Anhängerkupplung mit einem D-Wert ausgestattet. Dieser gibt letztlich Aufschluss darüber, wie hoch die maximale Anhängelast eines Fahrzeuges tatsächlich ist. Mithilfe des D-Werts kann die Anhängelast jedes Fahrzeuges nämlich errechnet werden.
 
Übrigens: Den D-Wert findet man in dem Typschild jeder Anhängerkupplung. Hier wird dieser Wert eingestanzt, damit jeder Nutzer die mögliche Anhängelast problemlos ausrechnen kann. Gemessen wird der D-Wert in kN. Grundsätzlich kann man sich merken: Je höher der D-Wert einer Anhängerkupplung ist, desto größer ist auch das Gewicht, das von einem Fahrzeug mit dieser Anhängerkupplung gezogen werden kann oder darf.
 
Hat man den D-Wert einer Anhängerkupplung lässt sich die Anhängelast mit einer Formel auch berechnen. Die Berechnung sieht dabei folgendermaßen aus:
 
(D-Wert x Gesamtgewicht) / (Gesamtgewicht x 9,81 – D-Wert) = Anhängelast
 
Welche Strafen drohen, wenn die maximale Anhängelast überschritten wird?
 
Überschreitet man die maximal zulässige Anhängelast, so droht ein Bußgeld zwischen 35 und 425 Euro. Wird die zulässige Anhängelast um über fünf Prozent überschritten, wird auch ein Punkt in Flensburg fällig. Bei der Frage nach der Bußgeld-Höhe spielen vor allem zwei Faktoren eine entscheidende Rolle:
 
- Wie hoch ist der Prozentsatz, um den die maximal zugelassene Anhängelast überschritten wurde? 
- Liegt die zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeuges bei 7,5 Tonnen oder mehr?
 
Im letzteren Fall unterscheidet der Gesetzgeber bei der Festlegung des Strafmaßes zwischen demjenigen der das Fahrzeug selbst fährt und demjenigen, der die Fahrt in Auftrag gegeben hat. In vielen Fällen gehören Fahrzeuge aus der zweiten Kategorie zum professionellen Logistik-Sektor. Daher erfolgt hier quasi die Unterscheidung zwischen Fahrer und Arbeitgeber.
 
Aber Achtung!
 
Auch wenn die Anhängelast nicht überschritten ist, drohen bei der Fahrt mit einem Anhänger verschiedene Klippen, die es zu umschiffen gilt. Da wäre beispielsweise die Frage, ob die eigene Fahrerlaubnis überhaupt zum Fahren eines bestimmten Gespanns berechtigt. Fährt man beispielsweise ein zu großes oder zu schweres Gespann ohne die passende Fahrerlaubnis, können die Konsequenzen deutlich schwerwiegender werden.
 
Weitere Information zum Thema finden Sie unter www.bussgeldkatalog.de/anhaengelast/
 
red/10/2021
 

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© motormobil 2021 · E-Mail für Anfragen redaktion@motormobil.de

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