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News: Weibliche Rennfahrer sind im Motorsport noch immer die Ausnahme

"Frauenpower in der Männerdomäne"

 
Leider wahr: Frauen wurden erst mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts im Profisport wirklich akzeptiert, als sich das Frauenbild allmählich veränderte und sich immer mehr Athletinnen gegen die bestehenden Konventionen auflehnten. Heute sehen wir Frauen in vielen Sportbranchen. Doch immer noch steht der Männersport im Fokus, während Frauenmannschaften und Athletinnen in vielen Disziplinen unterrepräsentiert sind oder im Schatten ihrer männlichen Kollegen stehen – so auch im Motorsport. Doch sowohl in der Vergangenheit als auch heute gibt es einige Powerfrauen, die erfolgreich ihre Lenkräder gegen die männliche Konkurrenz schwenken. 
 
Formula 1
 
Laut dem Blogartikel von Betway Sportwetten gibt es derzeit in der Formel 1 keine Fahrerinnen, die für die Top-Automobilhersteller antreten. Schon in der Vergangenheit war die Formel 1 eine männerdominierte Disziplin. In der Geschichte konnten sich bisher nur fünf Powerfrauen durchsetzen und in Rennen antreten. Den ersten Schritt wagte Maria Teresa de Filippis aus Italien, die nach mehreren Rennsiegen begann, für Maseratis Werksteam zu fahren und daraufhin 1958 bei der Formel 1 den ersten Start legte. Doch bereits nach einem Jahr beendete sie ihre Karriere als Fahrerin. Deutlich länger aktiv war Lella Lombardi, die 1974 debütierte und sich in die Punkteränge der Grand-Prix platzierte. Ihrem Beispiel folgten Desiré Randall Wilson aus Südafrika, die ehemalige Skirennfahrerin Divina Galica sowie Giovanna Amati. Die Italienerin Amati sollte die bisher letzte Frau sein, die an einer Qualifikation für Formel-1-Rennen teilnahm. 
 
Motocross 
 
Deutlich aktiver sind Frauen im Motocross. Der Motorradweltverband (FIM), der 1904 in Paris gegründet wurde, integrierte schrittweise Frauen in nationale und internationale Meisterschaften. 1988 wurde unter anderem die Europameisterschaft für Frauen eingeführt. Zudem existiert seit 2005 eine Weltmeisterschaft, die von italienischen und deutschen Fahrerinnen dominiert wird. Die 27-jährige Kiara Fontanesi aus Italien ist mit sechs Titeln die erfolgreichste Fahrerin der Geschichte. Ihr folgt die vierfache Weltmeisterin Steffi Laier aus Deutschland. Um die Frauen im Motocross stärker zu unterstützen, hat FIM 2006 die Initiative „Frauen im Motocross“ gegründet, mit dem Ziel, Projekte zu entwickeln, die Frauen den Einzug in den Motorsport erleichtern sollen. Die Bemühungen scheinen Früchte zu tragen. Gegenwärtig (2021) begeistert die deutsche Fahrerin Larissa Papenmeier Motocrossfans auf der ganzen Welt. Sie ist nicht nur aktuell Weltmeisterschaftsdritte, sondern auch die erste Frau, die WM-Punkte bei den Männern geholt hat, wie die Neue Westfälische berichtete. 
 
Rallye Dakar
 
Dass immer mehr Fahrerinnen, das Selbstbewusstsein haben, in großen Motorsport-Events anzutreten, wurde der Welt in Rallye Dakar klar. Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Teilnehmerinnen zu. Rekordjahr war bisher 2019 mit 17 Fahrerinnen, was etwas mehr als drei Prozent des Starterfeldes entsprach. Auch hier dominiert die Motorrad-Kategorie, was darauf zurückzuführen ist, dass Pilotinnen in dieser Sparte einfacheren Zugang finden. 
 
Hier gibt es ein paar erfolgreiche Frauen, die sich auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt mit ihren Offroad-Fahrzeugen einen Namen gemacht haben. In der Kategorie Bikes ergatterte sich Laia Sanz aus Spanien 2011 den ersten Platz unter den weiblichen Teilnehmerinnen und wurde 39. in der Gesamtbewertung. Dauerteilnehmerin der Rallye ist die Italienerin Camelia Liparoti, die in der Kategorie Autos und Quads mehrere Rennen fuhr und hohe Positionswerte einkassierte. Die erfolgreichste Kandidatin kommt aus Deutschland. Jutta Kleinschmidt erlangte in der Automobilwertung des Rennens 1999 und 2005 Platz 3, 2002 Platz 2 sowie 2001 Platz 1. 
 
Die Motorsport-Geschichte hat bereits einige starke Frauen hervorgebracht, die in der männerdominierten Welt ihre Fahrkünste erfolgreich unter Beweis gestellt haben. Doch immer noch sind Pilotinnen deutlich in der Unterzahl. Während in der Formel 1 Frauen im letzten Jahrhundert noch eine Chance hatten, gibt es heute keine einzige Kandidatin, die bei Rennen antritt. Die Motocross-Branche ist da deutlich zugänglicher. Der Motorradweltverband engagiert sich für mehr Frauen im Motorsport, wodurch deutlich mehr Fahrerinnen in dieser Sparte zu finden sind. Von einem Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern kann jedoch immer noch kaum gesprochen werden. Doch Frauen zeigen Mut. Bei der Rallye Dakar, der schwierigsten Offroad-Strecke der Welt, sehen Motorsportfans immer mehr Frauen, die sich gegen die Männerdominanz behaupten. Das lässt darauf hoffen, dass in der Zukunft mehr Fahrerinnen in der Motorsport-Szene zu sehen sein werden. 
 
red/pexels/10/2021
 

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© motormobil 2021 · E-Mail für Anfragen redaktion@motormobil.de

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