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News: Wo fährt 2023 Formel E Weltmeister Stoffel Vandoorne

"Schluss für Mercedes in der Formel E"

 
Es war ein siegreicher Moment, als Stoffel Vandoorne mit Autohersteller Mercedes-Benz den Titel in der Formel E 2022 einfuhr. Auf den glanzvollen Moment folgt ein bitteres Erwachen: Die Stuttgarter erteilten einer weiteren Teilnahme an dem umweltfreundlichen Rennen eine Abfuhr. Blickt Stoffel Vandoorne seinem Karriereende entgegen?
 
Mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen sicherte sich der Belgier Vandoorne 2022 auf den Pisten der Formel E Strecken den Weltmeistertitel. Zusammen mit deutschen Autobauer Mercedes-Benz bestritt der Rennfahrer eine gute Saison, die nun mit einem bösen Erwachen beendet wurde. Schon im Laufe der Saison kündigte Mercedes an, dass eine Teilnahme in der Formel E im kommenden Jahr unwahrscheinlich erscheint. Als Ersatz und Nachfolger der offenen Startlizenz springt McLaren ein. Was für viele Mitarbeiter und Teammitglieder als Rettungsschirm erschien, erwies sich für Vandoorne als Luftschloss: Seine Übernahme war unsicher.
 
Ein Weltmeister ohne Rennstall? So düster die Nachricht auch klingen mag, ist die Realität am Ende nicht. Mit seinem Talent muss Vandoorne auf neue Angebote nicht lange warten: DS Automobiles lockt mit einem Angebot, welches in Branchenkreisen als bestätigt gilt. Eine offizielle Stellungnahme steht noch aus, doch die Zeichen stehen klar auf Wechsel. Zudem sind weitere Angebote in der Pipeline, die es zu prüfen gilt. Tatsache ist: Für McLaren geht der Belgier nicht an den Start.
 
Option auf Formel 1
 
Mit seiner Leistung wäre der Umstieg auf die Formel 1 ebenfalls eine interessante Option gewesen.  Für den belgischen Rennfahrer spielt dieser Gedanke jedoch keine Rolle. Zusammen mit DS Automobiles sieht er seine Zukunft in der E-Mobilität, die er in der nächsten Saison mit neuen Bestzeiten ausfahren will. Dem Konkurrenzdruck der Formel 1 will er sich nicht erneut beugen und setzt auf die deutlich größeren Chancen der noch jungen E-Alternative. Seine Teilnahme 2017 und 2018 bleibt ein großer Karrieresprung, der ihm im Rückblick den Weg ebnete. Eine Rückkehr in die Königsklasse wäre ein Neustart, der keineswegs für Siegeschancen garantiert. Unterschiede der technischen Handhabungen, differenziertes Fahrgefühl: Formel 1 und Formel E sind mit unterschiedlichen Ausgangswerten zu betrachten.
 
Obwohl die Formel E eine wachsende Fanschar verzeichnen kann, ist ihr Stellenwert gegenüber der Formel 1 noch ausbaufähig. Große Namen wie Schumacher, Vettel oder Hamilton haben über Jahre den klassischen Motorsport geprägt, der sich auch in anderen Entertainment-Bereichen erstreckte. Computerspiele wie „F1“ werden jährlich neu aufgelegt, Kinofilme wie "Rush – Alles für den Sieg“ erzählen von den Legenden der Rennstrecke und die Netflix-Doku "Drive To Survive“ liefert einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Rennzirkus. Zudem bieten Slot-Games wie "Rally4Riches“ abwechslungsreiche Alternativen, die den Sport als vielfältige Unterhaltung anbieten. Wer sich an den Rollen ausprobieren will, kann auf Wheelz, eine der userfreundlichsten Seiten zum Spielen, sein Glück versuchen. Das breite Spektrum an Präsenz und Merchandise muss sich die umweltbewusstere Formel E noch erarbeiten.
 
Pläne für 2023 stehen
 
Wie sich Vandoorne in der kommenden Saison entwickeln wird und unter welcher Flagge er fährt, wird spätestens ab 14. Januar 2023 geklärt. An diesem Tag startet die neunte Saison der Formel E in Mexiko. Auf insgesamt 13 Strecken liefern sich die Fahrer heiße Rennen, die dem Winter und den Zuschauern einheizen werden. Besonders spannend: Es wird die erste Saison sein, in der die neuen Gen3-Wagen unter Wettbewerbsbedingungen zum Einsatz kommen.
 
red/ga/09/2022
 

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