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Pressemeldung AvD - AvD sieht in Tankrabatt einen wichtigen Schritt

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Autofahrer entlasten und Abhängigkeiten durch E-Fuels verringern

 
Der AvD schreibt dazu:
  
Bundestag und Bundesrat haben am 24. April 2026 den sogenannten Tankrabatt sowie die steuerfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte beschlossen. Der sogenannte Tankrabatt sieht eine vorübergehende Senkung der Energiesteuern auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent vor. Laut Vorlagetext ergibt sich inklusive des darauf entfallenden Anteils an der Umsatzsteuer eine Senkung von rund 17 Cent pro Liter. Die Absenkung der Energiesteuersätze wird in der Zeit vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 gelten. Die ebenfalls im Gesetzespaket vorgesehene sogenannte Entlastungsprämie wird Arbeitgebern ermöglichen, steuer- und abgabenfrei eine Prämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro an ihre Beschäftigten auszuzahlen. Diese Zahlung soll bis zum 30. Juni 2027 möglich sein. 
  
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) begrüßt den Beschluss und sieht darin eine Maßnahme, Autofahrer in ihrer Alltagsmobilität zu entlasten. Der Club setzt sich schon lange dafür ein, dass die individuelle Mobilität seiner Mitglieder bezahlbar bleibt. Entscheidend ist jetzt die konsequente Überwachung der Weitergabe der Steuersenkung in Hinblick auf einen niedrigeren Endpreis. Der Tankrabatt muss tatsächlich und vollumfänglich bei den Autofahrern ankommen. Er darf nicht durch Marktmechanismen abgeschwächt werden. Wie die bereits geltende Vorgabe einer nur einmaligen Preiserhöhung pro Tag zeigt, entfaltet diese bisher wenig bis keine preisdämpfende Wirkung. Der Blick auf EU-Nachbarn beweist aber, dass gezielte und regelmäßig zu überprüfende Maßnahmen wirksam sein können und Transparenz im Markt fördern. 
  
Der AvD will den beschlossenen Tankrabatt nur als ersten Schritt hin zu einer langfristigen Strategie sehen, die Abhängigkeiten in den Energiemärkten reduziert und Autofahrern künftig erschwingliche Mobilität erhält. Im Koalitionsvertrag wurde etwa schon die Unterstützung besonders belasteter Haushalte beschlossen. Eine dauerhafte Senkung der Energiesteuer für besonders schutzbedürftige Gruppen und die Abschöpfung von außergewöhnlichen Gewinnsteigerungen in Krisenzeiten sollten weiter diskutiert werden. 
  
Zur Strategie gehört aus Sicht des AvD zwingend der Einsatz von Bio- sowie E-Fuels. Aus pflanzlichen Reststoffen oder Rohstoffen hergestellter Diesel oder Ethanol kann heute schon mit normalem Benzin und Diesel gemischt werden. Die Treibstoffe sind damit unmittelbar im bestehenden Fahrzeugbestand nutzbar. Der wichtigste Vorteil ist, dass die bestehende Infrastruktur von Tankstellen und Fahrzeugen weiterverwendet werden kann. Mit der Bestandsflotte kann so eine schnelle CO₂-Reduktion erzielt werden, nicht nur bei Neufahrzeugen. Wird bei der Produktion der synthetischen Kraftstoffe Strom aus erneuerbaren Energien verwendet, sind E-Fuels sogar klimaneutral. Die Einhaltung der Klimaziele erfordert zudem den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur mit klaren Preisangaben für den Ladestrom. 
 
red/avd/04/2026
 

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