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Test: Reparatur und Lackierung von Leichtmetallfelgen

"Kleiner Kratzer, große Wirkung"

 
Einmal nicht aufgepasst, und schon ist es geschehen. Beim Einparken nimmt die Felge Kontakt mit der Bordsteinkante auf. Besonders Leichtmetallfelgen mit großem Durchmesser und Niederquerschnittsbereifung sind gefährdet. Ist der Felgenrand beschädigt, löst sich an der Stelle die Oberflächenbeschichtung und der Korrosionsschutz geht verloren. Im Winter kann dort Salz eindringen und zu Oxydationsschäden führen. 
 
Statt sich für eine neue Felge zu entscheiden, kann die die Instandsetzung und Lackierung eine durchaus kostengünstigere Lösung sein. Gute Fachwerkstätten sind in der Lage, mit modernster Technik eine Felge wieder so aufzubereiten, dass sie von einer neuen nicht zu unterscheiden ist. 
 
Bei Sichtflächenlackierungen kann auf Originalfarbtöne der jeweiligen Felgenhersteller zurückgegriffen werden. Dadurch ist es möglich, ohne farbliche Abweichung auch nur eine Felge zu lackieren. Brillantfarbtonlackierung sind eine besondere Herausforderung, denn ein solcher Farbton setzt spezielle Lackiertechniken und Vorbehandlungen der Felge voraus. Dabei kommt es auf kleinste Nuancen an um den richtigen Farbton zu treffen.
 
Lackierung auf dem Prüfstand
 
Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht, und die 1aKfz Meisterwerkstatt Akbaba in Hannover getestet, die für hochwertige Karosseriearbeiten und Felgenreparaturen bekannt ist. 
 
Der erste Eindruck den wir erhalten scheint dies zu bestätigen: auf dem Hof der Meisterwerkstatt stehen auch viele Luxuskarossen und Sportwagen von Ferrari, Lamborghini und Porsche, deren Besitzer ihre Fahrzeuge hier ganz offensichtlich in guten Händen wissen.
 
Für unseren Test liefern wir eine 18-Zoll OZ Leichtmetallfelge ab, deren Lackierung der Speichen beschädigt ist. Keine leichte Aufgabe, denn im Gegensatz zu anderen Felgenherstellern liegt von OZ keine RAL-Bezeichnung für die original "Star Graphite" Lackierung vor. Der Farbton muss also nach Augenmaß angemischt werden.
 
Die Spezialisten von 1aKfz wenden eine Technik an, die Maßstäbe in Sachen Haltbarkeit und Korrosionsschutz setzt. Bei diesem Beschichtungsverfahren wird das Kunststoffpulver elektrostatisch aufgeladen auf die Oberflächen gebracht und anschließend im Ofen bei rund 200°C eingebrannt. Damit wird eine optimale und widerstandsfähige Oberflächenversiegelung erreicht. Für die Lackierung werden Pulverlacke in Erstausrüsterqualität verwendet.
 
Bevor es an die eigentlich Arbeit geht wird der Reifen von der Felge gezogen und die Nabenabdeckung entfernt. Der komplette Arbeitsprozess mit nimmt im Schnitt zwei bis drei Tage in Anspruch. Die Kosten hängen vom Arbeitsaufwand ab. In unserem Fall betragen sie beim18-Zoll OZ Hyper GT HLT Leichtmetallrad mit Ab- und Aufziehen der Bereifung bei 180 Euro - eine neue Felge hätte bei rund 350 Euro gelegen.
 
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Lackierung ist perfekt, und der Farbton nahezu identisch, was ohne RAL-Farbnamen eine schwierige Aufgabe ist. Auch Feinheiten wie die Schriftzüge in der Felge sind sauber lackiert. Ein Unterschied zum Original ist nicht zu erkennen.
 
Fazit: "Bei kleineren Schäden an einer Felge kann das Ausbessern und Lackieren eine kostengünstigere Alternative zu einer Neuanschaffung sein. Voraussetzung dafür ist eine qualifizierte Fachwerkstatt, die auf diese Arbeit spezialisiert ist, und über die entsprechende Technik und das Know-how verfügt. Mit dem Testergebnis der Lackierung der OZ Felge durch die 1aKfz Meisterwerkstatt Akbaba sind wir sehr zufrieden, da sich die Qualität auf Herstellerniveau bewegt."

Testurteil: "besonders empfehlenswert"
 
Weitere Informationen zur 1aKfz Meisterwerkstatt Akbaba unter www.1akfz.de 
 
Im Test:
1aKfz Reparatur- und Handels GmbH & Co KG
Fränkische Straße 3
D-30455 Hannover
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red/05/2020

© motormobil 2020 · E-Mail für Anfragen redaktion@motormobil.de

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