Reduziert Karosseriehöhe und verbessertes Einlenkverhalten
Der BMW M240i xDrive MHEV verbindet den 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit einem Mildhybridsystem. Für die aktuelle Generation des Zweitürers bietet H&R ein abgestimmtes Fahrwerksprogramm an. Im Mittelpunkt stehen Tieferlegungsfedern, die die Karosserie an der Vorderachse um rund 30 und an der Hinterachse um etwa 15 Millimeter absenken.
Die Maßnahme verändert nicht nur die optischen Proportionen des Coupés. Durch die geringere Fahrzeughöhe verschiebt sich der Schwerpunkt nach unten. Gleichzeitig verändern sich Federweg, Wankbewegung und die kinematischen Bedingungen des Fahrwerks. H&R legt die Federn so aus, dass sie mit dem serienmäßigen M-Sportfahrwerk beziehungsweise dem adaptiven M-Fahrwerk kombiniert werden können.
Federn statt Komplettfahrwerk
Die H&R-Tieferlegungsfedern sind als Austausch der serienmäßigen Federn konzipiert. Das vorhandene Dämpfersystem bleibt erhalten. Damit eignet sich die Lösung auch für Fahrzeuge mit adaptivem M-Fahrwerk, bei denen die elektronische Dämpferregelung weiterhin genutzt werden kann.
An der Vorderachse reduziert sich die Bodenfreiheit um etwa 30 Millimeter, hinten um rund 15 Millimeter. Die unterschiedliche Absenkung berücksichtigt die Achsgeometrie und die konstruktiven Voraussetzungen des BMW.
Eine Tieferlegung verändert mehrere fahrdynamische Parameter gleichzeitig. Der niedrigere Schwerpunkt reduziert grundsätzlich die Wankneigung bei Kurvenfahrt. Zudem können sich die Radlastverteilung während dynamischer Lastwechsel und die Reaktion auf Lenkeingaben verändern. Wie stark diese Effekte ausfallen, hängt allerdings auch von Reifen, Dämpferabstimmung, Achsgeometrie und Fahrmodus ab.

Weniger Wankbewegung
Der zentrale fahrdynamische Effekt der geänderten Federabstimmung liegt in der Kontrolle der Karosseriebewegungen. Beim Einlenken wird die kurvenäußere Feder stärker belastet, während die kurveninnere Seite entlastet wird. Eine entsprechend ausgelegte Feder kann die dabei entstehende Wankbewegung reduzieren.
Beim M240i xDrive ist dieser Effekt insbesondere im Zusammenspiel mit dem serienmäßigen Allradantrieb relevant. Die Kraftverteilung zwischen den Achsen und das Fahrverhalten in Kurven werden durch die mechanische Fahrwerksabstimmung ergänzt. Weniger Karosseriebewegung kann dabei zu einer direkteren Reaktion auf Lenkwinkeländerungen beitragen.
Adaptives M-Fahrwerk bleibt nutzbar
Die Federn sind für Fahrzeuge mit M-Sportfahrwerk und adaptivem M-Fahrwerk vorgesehen. Bei der adaptiven Variante bleiben die elektronisch geregelten Dämpfer erhalten. Das ermöglicht weiterhin die Auswahl der vorgesehenen Fahrmodi und Dämpferkennlinien.
Direkteres Einlenken
Mit der reduzierten Karosseriehöhe verändert sich auch die Reaktion auf schnelle Richtungswechsel. Eine geringere Wankbewegung kann dazu führen, dass die Lenkbewegung direkter in eine Änderung des Fahrzeugaufbaus umgesetzt wird.
Die Tieferlegung beträgt vorne rund 30 Millimeter und hinten etwa 15 Millimeter. Damit wird die Fahrzeugfront stärker abgesenkt als das Heck. Neben der optischen Wirkung verändert dieses Verhältnis auch die statische Fahrzeuglage.
Spurweite gezielt anpassen
Für eine zusätzliche Anpassung der Radposition bietet H&R Trak+ Spurverbreiterungen an. Die Distanzscheiben bestehen aus hochfestem Aluminium und sind wahlweise silber oder schwarz eloxiert erhältlich.
Die Verbreiterungen beginnen bei sechs Millimetern pro Achse. Je nach gewählter Kombination aus Distanzscheibe, Rad und Reifen lässt sich damit die Position des Rades innerhalb des Radhauses verändern.
Serien- und Zubehörfelgen

Die Trak+ Komponenten können sowohl mit Serienrädern als auch mit entsprechend zugelassenen Zubehörfelgen eingesetzt werden. Ziel ist eine definierte Anpassung der Radposition an die Karosserie.
Bei der Auswahl der Distanzscheiben müssen neben der gewünschten Spurweite auch Felgenbreite, Einpresstiefe, Reifendimension und Freigängigkeit berücksichtigt werden. Entscheidend ist, dass Rad und Reifen auch unter vollständiger Einfederung sowie bei eingeschlagener Lenkung ausreichend Abstand zu Fahrwerk und Karosserie behalten.
Rückrüstbar bei Leasing
Da es sich bei den Federn um austauschbare Fahrwerkskomponenten handelt, kann das Fahrzeug bei Bedarf wieder auf den Serienzustand zurückgebaut werden. Das ist insbesondere bei Leasingfahrzeugen relevant, wenn der Leasinggeber bei der Rückgabe die ursprüngliche Fahrwerkskonfiguration verlangt.
Die ursprünglichen Federn können ausgebaut und durch die Serienkomponenten ersetzt werden. Gleiches gilt für die zusätzlich montierten Spurverbreiterungen.
Technische Genehmigung
Die H&R-Komponenten verfügen über die jeweils erforderlichen Teiletypgenehmigungen beziehungsweise TTG. Damit sind die Produkte für den vorgesehenen Fahrzeugtyp entsprechend homologiert. Die konkrete Kombination aus Federn, Rädern und Spurverbreiterungen muss dennoch anhand der jeweiligen Genehmigungsunterlagen geprüft werden.
red/H&R/08/2026